Österreich zählt inzwischen nicht nur zu den reichsten Ländern Europas, die Alpenrepublik gehört auch zu den am weitesten entwickelten Staaten. Allerdings werden in Österreich nach wie vor althergebrachte Traditionen und bewährtes Brauchtum von Generation zu Generation weitergegeben. Die heimische Alltagskultur stellt einen unbezahlbaren Schatz an altem Wissen dar, der auch in der heutigen modernen Welt noch in vielen unterschiedlichen Situationen gefragt ist.
Alltagskultur – eine Basis mit Tradition
Leider steht das vielfältige, österreichische Brauchtum im Ruf, hoffnungslos veraltetes und unnützes Wissen zu beinhalten. Auch die dazugehörigen Rituale und Traditionen haben in der Gesamtbevölkerung kein allzu positives Image. Dennoch konnte die so genannte Alltagskultur bis heute erhalten bleiben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, denn gerade in den ländlichen Gebieten stellt die jeweilige Alltagskultur auch einen großen Teil der Identität der gesamten Bevölkerung dar, selbst wenn die Alltagskultur nach außen hin eher abgelehnt wird.
Zur nach wie vor gelebten Alltagskultur zählen selbstverständlich sämtliche Ausprägungen des lokalen oder regionalen Brauchtums, die für alle offensichtlich sind. Beispiele für diese Art der Alltagskultur existieren in sämtlichen Gebieten Österreichs zur Genüge. Es handelt sich dabei unter anderem um Blasmusikkapellen, die sich der Pflege der traditionellen, musikalischen Weisen verschrieben haben und diese auch regelmäßig zur Aufführung bringen. Daneben zählen auch Trachtengruppen, Schützenvereine oder Volkstanzgruppen zu dieser Form des Brauchtums.
Alltagskultur – gut für die Gemeinschaft, gut für die Gesundheit
Generell fördern die unterschiedlichen Arten und Weisen, die sich der traditionellen Alltagskultur widmen, die Gemeinschaft. Diese Tatsache leuchtet insofern ein, als eine Vielzahl von derartigen Aktivitäten in Vereinen und Gruppen ausgeführt wird.
Das Engagement, das im Bereich der Alltagskultur österreichweit an den Tag gelegt wird, geht allerdings noch einen Schritt weiter und blüht häufig nicht nur in einem sprichwörtlichen Sinn im Verborgenen: Um das Wissen um Pflanzen wie Kräuter und deren gesundheitsfördernden Wirkungen kümmern sich zum Beispiel oft Einzelpersonen. Allerdings wird zu diesem Thema eine Vielzahl an einschlägigen Seminaren angeboten. So widmen sich Kurs, die vom Linzer Bildungshaus Sankt Magdalena angeboten werden, zum Beispiel um die Traditionelle Europäische Medizin und Heilkunde.